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Altstadthäuser

Altstadtverein erhält City-Preis 2010

02. November 2010, 14.24 Uhr

Am 2. November wurde dem Altstadtverein im Goldenen Saal des Rathauses der City-Preis 2010 verliehen. Mit der mit 5000 Euro dotierten Auszeichnung werden die Bemühungen des Vereins um die Förderung der Altstadt gewürdigt.

Augsburger Allgemeine:

"Vor 13 Jahren endete die Innenstadt am Moritzplatz. Sagt Johannes Althammer. Dass dem nicht mehr so ist, das ist mit ein Verdienst des von Althammer geführten Altstadtvereins, mit vollem Namen Altstadt Augsburg Aktiv. Sagt die City Initiative Augsburg (CIA). Deshalb wurde dem Verein [...] im Goldenen Saal der 9. Augsburger City-Preis für seine Verdienste um die Belebung der Innenstadt verliehen und Althammer nutzte die Gelegenheit, um auf seine Thesen aufmerksam zu machen, in denen er sich mit Wohl und Wehe der Augsburger Innenstadt beschäftigt hat.

Deren Entwicklung ist derzeit eines der ganz großen Themen in der Stadt. Statistiken belegen: Dem Handel in der City geht die Kundschaft verloren. Auch eine Umfrage unserer Zeitung unter über 3000 Augsburgern beglückte die Geschäftswelt wenig: Danach geht nur gut die Hälfte gerne in die Innenstadt zum Einkaufsbummel, die Höhe der Parkgebühren schreckt fast ein Drittel ab. Die Parkplatzpreise sind auch ein Ansatzpunkt für Althammer. In seinem vierseitigen Thesenpapier „Vom Marktplatz zur Erlebniswelt“ fordert er eine Reduzierung. Viel verspricht sich der Grafiker und gebürtige Augsburger von einer kulturellen Belebung. Althammer wirbt für großzügige Vergaberegeln für Straßenmusiker ebenso wie für kleine Musikveranstaltungen, regt Bauernmärkte an Orten wie dem Elias-Holl-Platz an und findet: „Wir haben schon viele Voraussetzungen für eine blühende Innenstadt.“ Man müsse die Aktivitäten nur bündeln.

Wie das geht, hat der Altstadtverein mit Veranstaltungen wie der „Nacht der 1000 Lichter“ in den vergangenen Jahren vorgemacht und in anderen Stadtteilen schon Nachahmer gefunden. Dafür gab es im Goldenen Saal viel Lob von OB Kurt Gribl, CIA-Vorsitzendem Christoph Sieber und Willi-Peter Ihle, dessen Bäckerei den mit 5000 Euro dotierten City-Preis heuer gestiftet hat. Gribl fand, das Rezept des Altstadtvereins für die Belebung des Lechviertels lasse sich auf die Maximilianstraße übertragen, die als nächtlichen Ballermann verschriene Prachtstraße der Stadt: „Kultur schafft Niveau und Niveau sorgt für Akzeptanz.“

Doch Verbesserungen sind mitunter mühsam. Alle Redner erwähnten den Judenberg, den steilen und unbequemen Übergang, der von der Innen- in die Altstadt und dort zur City-Galerie führt. Tausende mühen sich dort täglich hinauf und hinab, Althammer spricht von einer „abstoßenden Situation“, die es endlich zu beseitigen gelte. Alle pflichteten ihm bei. Vorerst aber bleibt der Weg in die „Erlebniswelt Innenstadt“ steinig."